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Bastian Kämpfer erhielt bereits früh Instrumentalunterricht, den er allerdings im Alter von 13 Jahren abbrach. Kurz darauf diagnostizierten Ärzte bei ihm eine unheilbare Muskelerkrankung. Sie führt in ihrem Verlauf zum Abbau bestimmter Muskelgruppen im Körper, sodass er mit 16 Jahren das erste Mal auf einen Rollstuhl angewiesen war. Durch die Perspektive der bevorstehenden Bewegungsunfähigkeit seines Körpers, schien ihm eine Zukunft in Passivität vorprogrammiert. Dieser erschütternde Einschnitt veränderte seine Sicht auf das Leben nachhaltig und er zog sich zunächst weit in sich zurück. Doch je mehr für ihn der Blick nach außen verschwamm, desto mehr gewann sein Blick nach innen an Schärfe und Intensität.

Nachdem er sich ein paar Jahre von der Musik abgewandt hatte, startete nun eine erneute Annäherung, eine Reise. Er wollte eben nicht passiv der Dinge harren und machte kurzum seinen Namen zum Programm für sich. Er begann eigene Stücke zu komponieren und zum Teil auch zu vertexten. Es war eine Suche nach Worten und Tönen für das, was sich an Gefühlen in seinem Innern abspielte. Diese Suche führte ihn letzten Endes zum „sich selbst finden“ in der Musik und zum Austausch seiner Emotionen mit der Welt – von innen nach außen.

Nach seinem Abitur folgte ein Studium der Geschichts- und Kulturwissenschaften mit dem Hauptfach Musikwissenschaft, sowie den Nebenfächern Philosophie und Musikpädagogik. Heute ist Bastian Solo als Live-Pianist bei verschiedenen Veranstaltungen tätig und unterrichtet Schüler. Er komponiert und produziert weiter eigene Songs/Instrumentalstücke, in die er seine Emotionen und seine Faszination für Musik einfließen lässt.

„Ich liebe was ich hier mache. Am Klavier sitzen zu können und Momente einzufangen, das ist für mich ein sehr großes Privileg. Es geht mir gar nicht darum es perfekt zu machen. Was sollte das auch bedeuten?                                                                                                                                                                            Ich wünsche mir, dass in den Köpfen der Menschen Bilder entstehen, dass die Musik Räume schafft; Klang-Räume.“

Bastian Kämpfer